Nach einer weiteren Nacht mit wenig schlaf, hat unser Tag mit dem Besuch bei Bayer Crop Science (Pflanzenschutzmittel) begonnen.Um acht Uhr haben wir uns aufgeteilt in 2 Taxen á sieben Personen und auf den Weg gemacht.
Hier in Saigon, oder auch wie die Asiaten sagen Ho Chi Min, braucht man für eine Strecke von 40 km ca. 1,5 h. Was nicht zuletzt an dem Berufsverkehr und den ca. 5.000.000 Rollern, Motorrädern, Fahrrädern etc. liegt.
In unserem Taxi herrschte eine Temperatur von gefühlten 50 Grad Celsius, wobei die Klimaanlage für Fahrer und Beifahrer (gell Michael :) ) super funktionierte. Nach einer Stunde und 20 Minuten schwitzen für den Rest, meinte Thomas Michael sollte mal schauen, denn es müsste auch für den Rest eine Möglichkeit der Kühlung geben. Daraufhin meinte Michael mit einem Blick nach oben „ Ohhhhh, ich glaube ich habe da was gefunden“ und schaltete daraufhin die Klimatisierung für den hinteren Bereich ein, sodass die kühle und erfrischende Luft aus den Deckenauslässen strömen konnte.
Nach ca. einer Minute war es auch für den hinteren Teil im Taxi angenehm kühl. Die angenehme Kühle konnten wir leider nur für die letzten zehn Minuten genießen, da wir dann bei Bayer Crop Science in einem Vorort von Saigon angekommen sind, und wieder raus in gefühlte 40 Grad mussten.
Nach einem Gruppenfoto wurden wir in einen gut gekühlten Meetingraum mit kalten Getränken, Plätzchen und Bonbon´s gebeten :).
Nach einem kurzen Klamottenwechsel wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt und durch die gesamte Produktion und den Lagerbereich geführt.
Das Werk umfasst ca. 13 Produktionslinien, wobei zehn Linien in einer Halle liegen und sich die restlichen drei in einer separaten Halle befinden. Die drei Produktionslinien liegen in einer separaten Halle, da dort die Flüssigen Pflanzenschutzmittel (Herbicide) abgefüllt werden.
Die Arbeitsweise in Vietnam kann man sich als Europäer gar nicht vorstellen. Die Arbeiter stehen an einem Band und verpacken die einzelnen Päckchen in einen Karton, bekleben diese mit Etiketten und verschließen sie nach einer Endkontrolle. Außerdem findet eine Gewichtskontrolle der einzelnen Päckchen mit Hilfe einer Küchenwaage statt. Ausschließlich das befüllen der einzelnen Päckchen findet automatisiert auf deutschen Abfüllanlagen statt.
Nach der Führung wurde uns noch eine Präsentation der Firma Bayer Vietnam Mr. J. Champion vorgestellt, in der es um einige Kennzahlen, Firmengründung und Zukunftsvisionen ging.
Während der Präsentation gönnte sich unsere kleiner „Tollpatsch“ Susanne ein paar leckere Kekse. Bevor sie diese jedoch essen konnte, kämpfte Sie mit der Verpackung, die irgendwann ihren Bärenkräften nachgab und alle Kekse quer durch den ganzen Meetingraum verteilte :).
Auf der gegenüberliegenden Seite wurde dann auch noch eine Wasserflasche verschüttet, womit wir dann die komplette Aufmerksamkeit genossen und erst mal eine Reinigungsunternehmung arrangiert wurde.
Anschließend hat uns die Firma Bayer zu einem leckeren Essen im VIP Restaurant eingeladen. Uns erwarteten viele vietnamesische Spezialitäten wie Hühnchen mit Cashewnuts, Schleimsuppe ;-), Shrimps etc.
Nach unserem leckeren Essen machten wir uns dann auf eine weiter 1,5h lange Autofahrt zum Werk von Mercedes Benz Vietnam.
Dort werden u.a die Modellreihen des Mercedes ML, GL, Sprinter, E-Klasse hergestellt.
Gerne hätten wir das Werk in Aktion erlebt, doch da das Chinesiche Neujahrsfest am 13.02.2010 vor der Tür steht und bereits 80 % der Belegschaft auf dem Weg zu Ihren Familien waren, wurde die Produktion vorrübergehend eingestellt.
Um einen Eindruck zu gewinnen wie hier gearbeitet wird, sind uns einige Daten genannt worden. Zum Beispiel, dass man hier für einen Produktionsschritt der aus mehreren Komponenten besteht ca. 44 Minuten Zeit hat, für den man in Deutschland gerade mal eine Zeit von 1:34 Minuten zur Verfügung gestellt bekommt.
Der Verdienst eines Vietnamesischen Mitarbeiters bei Mercedes liegt bei ca. 300 Dollar im Monat. Im Vergleich dazu verdient ein Mitarbeiter bei Bayer Crop Science ca. 120 Dollar. Durch die niedrigen Löhne gibt es in den Firmen hohe Fluktuation. So kann es z.B sein das Mitarbeiter nach dem Neujahrsfest gar nicht mehr zur Arbeit erscheinen, da Sie in einem anderen Unternehmen ein paar Dollar mehr verdienen können. (von wegen Kündigungsfrist :) )
Nach dem Besuch von Mercedes und wieder angekommen im Hotel hatten wir 2, 5 h Zeit bis zum erneuten treffen in der Hotellobby. Diese Zeit haben einige genutzt, für eine „entspannende“ Body Massage im Hoteleigenen Spa Bereich.
Die Mädels durften in einem gemeinsamen Raum platz nehmen wobei die Jungs in einem separaten Raum mit Whirlpool, Massageliege und gedämmten Licht geführt wurden. Nicht nur das rumtrampeln im Rücken- und Nackenbereich, sondern auch die stimulierende Handmassage diente der vollen Entspannung.
Mit Kommentaren und Fragen wie „Do you have a girlfriend?“ (... und wehe man hat no gesagt....!) oder „You are a strong man“ wurde die Massage mit Smaltalk kommentiert. Abgeschlossen wurde die Massage mit der Frage „Do you like Massage?!“ ;-)
Danach ging es zum gemeinsamen Essen in einem hiesigen Restaurant und abschließend noch in die Skybar.
Bisher war die Reise sehr eindrucksvoll und wir freuen uns schon auf unsere nächstes Ziel in Singapur.
Daniela & Thomas B.
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