von Horst-G. Lippold
Nach fast drei Wochen sind wir wieder zurück im winterlichen Köln und schon verblasst das Gefühl heisser Sonnentage. Es ist an der Zeit, die vielen Eindrücke zu verarbeiten und was bleibt, sind die Erinnerungen.
Unsere Reise, das war Thailand und Kambodscha und Vietnam und Singapur und Malaysia oder Bangkok und Khorat und Siem Reap und Pnom Penh und Saigon und Singapur und Kuala Lumpur und Kuala Perlis und Pantai Cenang. Es waren lange Flüge und aufregende Fahrten mit Bussen und Taxen und Schiffen und tolle Firmenbesuche und fremde Kulturen und freundliche Menschen und ereignisreiche Tage und wunderbare Abende, von denen ich keinen missen möchte.
Von all den Highlights der Reise hat mich unser Besuch in der kambodschanischen Schule in einem Armenviertel in Siem Reap am tiefsten bewegt und ich bin Herrn Chantol, der uns so engagiert durch Angkor Wat geführt hat, dankbar, dass er uns auch diesen Einblick in das kambodschanische Leben ermöglicht hat. Die Begegnung mit den Kindern und ihrer Lehrerin, die sich so sehr über unseren Besuch gefreut haben und uns in perfektem Englisch (!) Löcher in den Bauch gefragt haben, werde ich nie vergessen.
Mehrere Teilnehmer unserer Gruppe haben anschließend unabhängig voneinander den Wunsch geäußert, diesen Kindern und ihrer Schule helfen zu wollen und alle haben sich dieser Idee angeschlossen. Ich werde also in einem ersten Schritt wieder mit Herrn Chantol Kontakt aufnehmen, um ihn zu fragen, was am dringendsten benötigt wird. Anschließend wollen wir versuchen, das zu organisieren und auch real umzusetzen.
Es ist übrigens bemerkenswert, wie schnell sich neue Sprachschöpfungen in einer Gruppe etablieren. Wir haben beispielsweise den Begriff "Zwischenbier" kreiert. Ein Zwischenbier ist ein Bier, das man bei Bedarf dazwischen trinken kann, wobei dazwischen sowohl zeitlich (es dauert zu lange bis zum nächsten Ziel wie Bar, Restaurant o.ä.) als auch räumlich (es ist recht weit bis zum nächsten Ziel ...) zu verstehen ist. Es handelt sich also quasi um eine Art Boxenstopp und geht ab dem späten Nachmittag immer.
Zu guter Letzt möchte ich auch meiner Dankbarkeit Ausdruck verleihen. Ich danke den Verantwortlichen in den von uns besuchten Unternehmen für ihre Gastfreundschaft und dafür, dass sie sich die Zeit für uns genommen haben und so bereitwillig alles gezeigt und erklärt haben. Es wäre schön, wenn sich wie besprochen im ein oder anderen Falle daraus länger anhaltende Kontakte und Praktika bzw. Diplomarbeiten ergeben sollten.
Ich bin auch erleichtert und froh, dass wir alle wieder wohlbehalten zurückgekommen sind und danke allen Teilnehmern für das mir entgegengebrachte Vertrauen bei der Planung und Umsetzung der Reise. Wir haben auf der abschließenden Zugfahrt vom Frankfurter Flughafen nach Köln die von einigen Teilnehmern aufgeworfene Frage diskutiert, wohin es denn das nächste Mal ginge. Tja, ich bin für Vorschläge offen und es gibt bekanntlich noch viele interessante Ziele auf der Welt. Die Gruppe war jedenfalls so harmonisch, dass ich bedenkenlos wieder in der gleichen Besetzung starten würde.
Vorerst freue ich mich auf unser Nachtreffen am 20. März, wo wir unsere Photos und Filme anschauen und bei Wein, Weib, Gesang und Zwischenbier in Erinnerungen schwelgen wollen.
In dem Sinne verbleibe ich letztmalig für diese Reise wie in der Truman-Show
and if I don´t see you:
good afternoon, good evening and good night.
Horst-G. Lippold