Am Dienstag, unserem vierten Tag, mussten wir möglichst früh unser Hotel in Bangkok verlassen, um per Bus nach Khorat zu unserem zweiten Firmenbesuch bei Srithai International zu fahren.
Da ich wie einige andere wieder den Abend bis um halb vier im Cafe Bushaltestelle verbracht hatten, war die Nacht kurz und die Herausforderung bestand darin, trotzdem um 7.30 Uhr per Taxi zum Bus-Bahnhof zu fahren. Beim Durchzählen durfte ich dann feststellen, dass zwei Teilnehmer fehlten nach dem Motto: wer saufen kann, kann eben nicht arbeiten und im Endeffekt konnten wir erst eine knappe Stunde später aufbrechen.
Srithai ist einer der größten Hersteller von Melaminen (z.B. Kunststoffgeschirr im Flugzeug) und die Fabrik in Khorat der größte Fertigungsstandort. Herr Supot Naksawat, den ich schon von diversen Emails bei den Vorbereitungen kannte, präsentierte uns nach einem gemeinsamen Photoshooting das Unternehmen gemeinsam mit der lokalen Führungsmannschaft.
50.000 qm Werksfläche, 2000 Mitarbeiter, Fertigung für bekannte Namen wie Ikea, ein wirklich beeindruckendes soziales Engagement (z.B. Finanzierung bzw. Bau von Wohneigentum für Mitarbeiter) und permanentes Wachstum.
Auswirkungen der Finanzkrise auf Srithai: Fehlanzeige!
Der Rundgang durch die weitgehend manuelle Fertigung und den Logistikbereich war dann auch ziemlich beeindruckend und zum Schluss konnten wir noch einige Stücke im Werksverkauf erstehen. Zum Abschied überreichte uns Herr Naksawat einen Teller, auf dem als Muster die Aufnahme von unserem anfänglichen Photoshooting eingearbeitet war. Es ist untertrieben zu sagen, dass wir da ziemlich platt waren. Herr Naksawat fragte mich nach Anregungen für geplante Änderungen in der Verpackung und prüft, ob das ein Thema für Diplomarbeiten der RFH werden kann.
Ausklingen lassen haben wir den Abend wie üblich vor dem Hotel mit ein oder zwei Bierchen und erst gegen halb vier das Bett aufgesucht. Bei Kölnern führt ja spätestens zweimalige Wiederholung (s.o.) zu Brauchtum und dann werden es wohl nur noch kurze Nächte.
In dem Sinne
and if I don´t see you:
good afternoon, good evening and good night.
Horst-G. Lippold
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